Eigentlich ist es eine idyllische Waldstraße, die von Bad Salzungen (Wartburgkreis) hinauf nach Gräfen-Nitzendorf führt. Die einsame und versperrte Straße erinnert am Freitagmorgen (19.01.2018) daran, welches Drama sich hier am gestrigen Donnerstag abgespielt haben muss. Noch immer stehen die Zeugen derart unter dem Einfluss des Erlebten, dass die Polizei sie nicht vernehmen konnte.
Bekannt ist, dass die Feuerwehr am Nachmittag zu einem Einsatz auf die Straße gerufen wurde, nachdem dort mehrere Bäume umgestürzt waren. Nachdem sie mit ihren Arbeiten begonnen hatten, spitzte sich die Situation anscheinend dramatisch zu. Weitere Bäume fielen, zwei Kameraden wurden getroffen. Die Lage war anscheinend so lebensgefährlich, dass die Feuerwehrleute flüchten – und ihren Kollegen zurücklassen mussten. Die Verletzungen des 28-Jährigen waren anscheinend so gravierend, dass ihnen zu dem Zeitpunkt schon klar war, dass er verstorben war.
Erst der Bergepanzer „Marder“ der Bundeswehr konnte die Leiche gefahrlos aus dem Bereich holen. Die Polizei hat nun eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, um den genauen Unglückshergang zu rekonstruieren. Vorher könne man sich noch nicht detailliert äußern. Am Unfallort selbst liegen die Bäume noch unangetastet auf der Straße. Ein Handschuh lässt aber erahnen, welches Drama sich hier abgespielt haben muss.