Gewitter mit starken Sturmböen zogen am Mittwochabend (09.08.2017) durch die Oberpfalz und hinterließen diverse Schäden. Die Feuerwehr ist nach Polizeiangaben in Teilen des Landkreises Amberg-Sulzbach im Dauereinsatz und muss sich um zahlreiche Sturmschäden kümmern. Eine besonderes große Einsatzstelle gab es auf der ST2166 zwischen Sigl und Ködritz abzuarbeiten. Hier wurden mehr als 500 Bäume auf einer Strecke von gut 500 Metern entwurzelt. Die Feuerwehr versucht sich mit Kettensägen und Radladern einen Weg von beiden Seiten durch die Holzmassen zu kämpfen. Die Baumstämme blockieren eine der Haupzufahrtsstraßen, wodurch nicht nur der normale Verkehr zum Erliegen kam, sondern auch die Zufahrten auch für die Rettungskräfte nur über Umwege möglich ist. In ihrer Pressemitteilung spricht die Polizeieinsatzzentrale Oberpfalz von einer möglichen Windhose, welche die Zerstörung in dem Waldstück verursacht haben könnte.
Zahlreiche Unwetterzellen zogen auch über Franken und hatten nicht nur Starkregen und Gewitter im Gepäck, sondern auch Sturmböen und Hagelkörner. Teilweise waren die Niederschläge so stark, dass an eine normale Fahrt mit dem Auto auf der A3 bei Altdorf (Lkr. Nürnberger-Land) nicht mehr zu denken war. Auf den Straßen stand das Wasser durch die heftigen Regenfälle ein bis zwei Zentimeter hoch. Zwischendurch erhellten immer wieder Blitze den ansonsten dunklen Nachthimmel.