15.04.2018 - Stadtsteinach - News Nr.: 13079
Dreister geht es nicht: Mutmaßlicher Gaffer zückt nach tödlichem Verkehrsunfall Handy und beschimpft danach Polizei
21-Jähriger verliert in Kurve Kontrolle über sein Fahrzeug und überschlägt sich auf einer Strecke von 50 Metern mehrfach – Autofahrer wird dabei aus Auto herausgeschleudert und verstirbt sofort – Fahrradfahrer fotografiert danach die Unfallstelle, Polizei nimmt seine Personalien auf (on Tape!) – Mann sagt nach der Auseinandersetzung mit der Polizei: „Die Polizisten wollen nur ihre Macht ausspielen, die sollten mit Fachkompetenz auftreten und nicht so.“

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Ein mutmaßlicher Gaffer machte einen tragischen Unfall am Sonntagvormittag (15.04.2018) noch ein bisschen schlimmer. Nachdem ein 21-Jähriger Slowake auf der B303 kurz vor Stadtsteinach (Lkr. Kulmbach) sein Leben verlor, zückte der Fahrradfahrer laut Polizei sein Handy, um die Unfallstelle abzulichten. Nachdem ihm die Polizei ermahnte und seine Personalien aufnahm, sagte der erregte Unbelehrbare: „Ich habe nur die Musik auf meinem Handy gewechselt, die Polizisten wollen nur ihre Macht ausspielen, die sollten mit Fachkompetenz auftreten und nicht so.“

Zuvor verlor der 21-jährige Autofahrer, der auf der B303 von Untersteinach (Lkr. Kulmbach) in Richtung Stadtsteinach unterwegs war, in einer langgezogenen Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach links von der Straße ab. Zunächst stürzte der Mann mit seinem Skoda eine rund drei Meter tiefe Böschung hinab, ehe sich das Auto auf dem Feld neben der Straße mehrfach überschlug und schließlich 50 Meter entfernt von der Straße zum Liegen kam. Während der Überschläge wurde der Slowake, der laut Polizei vermutlich nicht angeschnallt war, aus seinem Fahrzeug geschleudert, dabei verletzte er sich so schwer, dass die eintreffenden Rettungskräfte nur noch seinen Tod feststellen konnten.

„Es war ein tragisches Unglück, es ist immer schöner, wenn wir jemanden finden, dem wir noch helfen können“, sagt Manuel Steinl, der Kommandant der Feuerwehr Stadtsteinach. Der Fahrradfahrer, der an der Unfallstelle sein Handy gezückt hat, erzürnt Steinl. „Der Unfall war schlimm genug, da müssen keine Fotos gemacht werden, das verabscheuen wir zutiefst“, sagt der Feuerwehrmann.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter zur Unfallstelle bestellt. Warum der junge Autofahrer die Kontrolle über sein Auto verlor, ist bisher auch den Einsatzkräften noch ein Rätsel.

 



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