11.01.2018 - Nürnberg - News Nr.: 12513
Schutzengel leisten Überstunden: Bewohnern gelingt rechtzeitige Flucht vor Flammenmeer
Flammen schlagen bis zu sieben Meter hoch in den Nachthimmel – Feuer bricht in Anbau aus und greift auf zwei Gebäude über – Lediglich einige Personen leicht verletzt – Feuerwehr mit 45 Mann stundenlang im Einsatz

© NEWS5 / Grundmann

Die Bewohner mehrer Gebäude im Nürnberger Stadtteil Ziegelstein hatten in der Nacht zu Donnerstag (11.01.2018) wohl gleich mehrere Schutzengel, die über sie wachten. In einem Unterstand zwischen der stadtteilbekannten Kneipe „Beim Damme“ und einem Wohnhaus war aus bislang ungeklärter Ursache Feuer ausgebrochen. Der Brand fand dort so viel Nahrung, dass er sich rasant ausbreitete und wie ein Flammenmeer auf die angrenzenden Gebäude zurast. Glücklicherweise bemerken Anwohner das Feuer und alle Personen können sich rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich bringen.

Als die Feuerwehr eintraf, bemerkten die Kameraden sogleich den Feuerschein hinter einem Gebäude und rüstete sich sofort für die Brandbekämpfung und den Objektschutz. Zu dieser Zeit schlugen die Flammen aber schon bis zu sieben Meter hoch in den dunklen Nachthimmel. Bedingt durch die Ausbreitung des Feuers waren weitere nebenstehende Gebäude in Gefahr. „Wir mussten sofort unter massivem Wassereinsatz die benachbarten Gebäude vor dem eigentlichen Brand abschirmen, um hier ein schlimmeres Feuer noch zu verhindern.“, berichtet Feuerwehreinsatzleiter Thomas Schertel. Insgesamt 45 Mann aus drei Löschzügen, einer davon von der Freiwilligen Feuerwehr Buchenbühl, kämpften über mehrere Stunden gegen die Flammen und ihre Ausbreitung an. Zum Glück gelingt es den Feuerwehrmännern den Brand schlussendlich doch einzudämmen und abzulöschen. Für die Kontrolle, ob sich noch Glutnester im Dachstuhl der Gebäude befinden, deckten die Kameraden teilweise die Dächer ab.

Während dieser Zeit durften auch die angrenzenden Nachbarn ihre Gebäude nicht betreten, sofern sie durch den Gefährdungsbereich laufen mussten. Jedoch ist dies das kleinere Übel, sofern keine bleibenden Schäden davongetragen wurden. Das dies nicht selbstverständlich sein muss, weiß auch Einsatzleiter Thomas Schertel: „Gott sei dank gab es keine stärkeren Verletzten durch Rauch und Feuer.“. Der finanzielle Schaden ist allerdings enorm. Genaueres lässt sich erst dann sagen, wenn der Kriminaldauerdienst Mittelfranken seine Ermittlungen abgeschlossen hat. Anfängliche Schätzungen der Polizei bezüglich des Sachschadens liegen bei 200.000 Euro, wobei das Gaststättengebäude nicht mehr zu retten war.


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