06.12.2017 - Bamberg - News Nr.: 12312
Nach versuchtem Totschlag: LKA-Spezialisten unterstützen Ermittler in Bamberg
Obere Sandstraße wegen Ermittlungsarbeiten zeitweise gesperrt – Kriminalpolizei und LKA setzen Messpunkte für 3D-Scanner – Ermittler erhoffen sich dadurch neue Spuren zum Tathergang - 35-Jähriger war im Sommer zusammengeschlagen und schwerst verletzt worden - Täter in Untersuchungshaft

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Polizeiabsperrungen in der Oberen Sandstraße verwunderten die Bamberger Bürger am Mittwochmorgen (06.12.2017). Jedoch ist nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen klar, es handelt sich nicht um ein aktuelles Geschehen, sondern um weitere Ermittlungen zu einer Strafsache vom 30. Juli 2017.

Am frühen Sonntagmorgen kam es damals zu einem versuchten Totschlag nahe des Haupteingangs der JVA Bamberg. Ein 28-jähriger und fraglich auch ein 19-jähriger hatten gegen 4:45 Uhr mit Schlägen und Tritten auf einen 35-Jährigen eingewirkt und diesen erheblich verletzt. Selbst als das Opfer auf dem Boden lag, trat der 28-jährige noch auf den Mann ein und fügte ihm weitere Verletzungen am Kopf zu. Passanten leisteten damals erste Hilfe und verständigten die Einsatzkräfte. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei damals in der Nähe die zwei Tatverdächtigen festnehmen. Am Montag (31.07.2017) erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 28 Jahre alten Haupttäter wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Jetzt sind nicht nur Beamte der Kriminalpolizei vor Ort, sondern auch Spezialisten vom Landeskriminalamts, die sich mit neuen Messmethoden weitere Ergebnisse bezüglich des Tathergangs erhoffen. Dazu wurden ein sogenannter 3D-Messer aufgebaut und zahlreiche Messpunkte an verschiedenen Stellen angebracht. Aufgrund dieser Messungen war die Obere Sandstraße in diesem Bereich für rund zwei Stunden zeitweise komplett gesperrt.


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